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Ausbildungsmodelle in der Pflege

Auftraggeber: Deutsche Krankenhausgesellschaft - www.dkgev.de
Bearbeiter: Dr. Sabine Löffert (Deutsches Krankenhausinstitut), Dr. Petra Steffen (Deutsches Krankenhausinstitut)
Beginn: Mai 2010
Ende: November 2010

Hintergrund

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Modernisierung der Pflegeberufe und die Zusammenführung der Ausbildungen in einem Berufsgesetz vorgesehen. Derzeit sind die Ausbildungen in der Altenpflege sowie der Gesundheits- und (Kinder)Krankenpflege außerhalb des Berufsbildungsgesetztes jeweils eigenständig bundesrechtlich geregelt.

Methodik

Das Gutachten umfasst zwei methodische Ansätze. Den Schwerpunkt der Untersuchung stellte eine systematische Literaturanalyse dar. Ergänzend wurden Experteninterviews durchgeführt. Im Rahmen der Literaturanalyse wurden u. a. dezidiert die gesetzlichen und finanziellen Grundlagen verschiedener Ausbildungsorganisationen sowie der Ist-Situation in der Alten- und Gesundheits- und (Kinder)Krankenpflegeausbildung herausgearbeitet.

Ergebnisse

Derzeit sind die schulische Verortung und die Finanzierung der Ausbildung (Schulkosten und Kosten für die praktische Ausbildung) in der Gesundheits- und (Kinder)Krankenpflegeausbildung sowie der Altenpflegeausbildung grundlegend anders organisiert. Dies sollte bei einer Zusammenführung der Ausbildung, die aus inhaltlicher Sicht unproblematisch ist, wie die Evaluationsergebnisse bundesweiter Modellversuche zeigen, beachtet werden. Lösungsvorschläge und Handlungsmöglichkeiten werden in dem Gutachten aufgezeigt.

Für die Verortung der Schulen lassen sich neben der "Status-Quo-Lösung" eine generelle Verortung innerhalb oder außerhalb des Schulsystems der Länder als Modelle identifizieren. Bei der Finanzierung der Schulen sind bei einem gemeinsamen Ausbildungsgang neben der "Status-Quo-Lösung", eine "Länder"- bzw. "Kassen-Lösung" oder eine "Kostenträger-Mix-Lösung" vorstellbar. Die Finanzierung der praktischen Ausbildung könnte neben der "Status-Quo-Lösung" über eine "individuelle Lösung" (jede Ausbildungsstätte rechnet die Kosten individuell mit den Kostenträgern ab) oder eine "Fonds-Lösung" erfolgen.

Fazit

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass verschiedene Lösungsansätze für die Organisation und Finanzierung einer gemeinsamen Ausbildung denkbar wären, die im Detail noch geprüft werden müssen. Bei einer Neuregelung der Pflegeausbildung wäre es sinnvoll, (bundes-)einheitliche Qualitätsmaßstäbe anzustreben sowie etablierte und bewährte Strukturen zu erhalten.

Literatur

Kurzfassung der Studie: Download
Langfassung der Studie: Download