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Konzeption von strukturierten Qualitätsberichten (nach § 137 Abs. 1 SGB V)

Auftraggeber: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)
Bearbeiter: Dr. Karl Blum
Beginn: 02. April 2002
Ende: 01. Juli 2003

Hintergrund

Ein Qualitätsbericht ist ein (regelmäßig erstellter) Bericht, der die Maßnahmen zur Qualitäts-icherung einer Einrichtung darstellt. Schwerpunkte der Qualitätsberichterstattung bilden insbesondere die Qualitätsphilosophie bzw. -politik des Krankenhauses, ihr Qualitätsmanagementsystem, die durchgeführten Maßnahmen zur Qualitätssicherung und ihre Ergebnisse sowie ein Qualitätsentwicklungsplan bzw. prioritäre Qualitätsziele für die künftige Entwicklung. Gemäß § 137 Abs. 1 SGB V sind die zugelassenen Krankenhäuser verpflichtet, einen strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen, in dem der Stand der Qualitätssicherung dargestellt wird. Der Qualitätsbericht ist im Abstand von zwei Jahren zu erstellen, erstmals im Jahre 2005 für das Jahr 2004.

Methodik

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat das DKI beauftragt, eine Konzeption für einen strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen. In Abstimmung mit der DKG bzw. ihren maßgeblichen Entscheidungsträgern und -gremien hat das DKI ein Rahmenkonzept für den Qualitätsbericht entwickelt, das in die Verhandlungen der Selbstverwaltungspartner eingebracht wurde. Laut den gesetzlichen Anforderungen sollen im Qualitätsbericht insbesondere die folgenden Aspekte behandelt werden:

  • Art und Anzahl der Leistungen
  • Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements
  • Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Umsetzung der Mindestmengenregelung
  • Informationen zur Notwendigkeit und Qualität der Krankenhausbehandlung, inklusive Mindestanforderungen an die Struktur- und Ergebnisqualität.

Ergebnisse

Gemäß DKI-Konzept besteht der Qualitätsbericht aus zwei Teilen: einem Basisteil zu wesentlichen Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses sowie einem Systemteil zur Be-schreibung des krankenhausindividuellen Qualitätsmanagements.

Der Basisteil erfasst insbesondere zentrale Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses. Darunter fallen grundlegende Informationen zu den Betten- und Fallzahlen, den Versor-gungsschwerpunkten und Leistungsangeboten sowie zur apparativen Ausstattung und zu den therapeutischen Möglichkeiten. Daneben ist die Teilnahme des Krankenhauses an Maßnahmen der verpflichtenden externen Qualitätssicherung und die Umsetzung der Mindestmengenregelung zu thematisieren.

Im Systemteil des Qualitätsberichts wird das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement be-schrieben. Der Systemteil ist im Unterschied zum Basisteil weniger standardisiert. Er gibt den Krankenhäusern Spielräume bei der Themenauswahl und -darstellung. Themenschwerpunkte bilden hier insbesondere die Qualitätspolitik des Krankenhauses, sein Qualitätsmanagement und dessen Bewertung sowie die Darstellung ausgewählter Qualitätsmanage-mentprojekte im Berichtszeitraum.

Fazit

Das vom DKI entwickelte Rahmenkonzept wurde zu wesentlichen Teilen in die Vereinbarung der Selbstverwaltungspartner über Inhalt und Umfang eines strukturierten Qualitätsberichts gemäß § 137 Abs. 1 SGB V übernommen. Die Qualitätsberichte werden die Transparenz des stationären Sektors merklich erhöhen. Vor diesem Hintergrund sind die Krankenhäuser gut beraten, auf die Erstellung der Qualitätsberichte in Zukunft sehr viel Sorgfalt zu legen.

Literatur

Blum, Karl/Offermanns, Matthias: Auf dem Weg zum gläsernen Krankenhaus - Qualitätsberichte werden Pflicht - Eine Bestandsaufnahme. Krankenhaus Umschau, 2003, 72 (7), S. 620-623

Vereinbarung gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V über Inhalt und Umfang eines strukturierten Qualitätsberichts für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser

Ausfüllhinweise zur Anlage zur Vereinbarung gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V zum Qualitätsbericht für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser