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Ökonomische Auswirkungen einer Verweildauerkürzung

Auftraggeber: Sächsische Krankenhausgesellschaft
Bearbeiter: Dr. Matthias Offermanns, Patricia Schilz
Beginn: Dezember 2005
Ende: Januar 2006

Hintergrund

Durch die Einführung der DRGs wurde ein fallbezogenes Vergütungssystem im stationären Bereich etabliert. Die Verweildauer der Patienten spielt abrechnungstechnisch nur noch bei Unterschreiten der unteren bzw. bei Überschreiten der oberen Grenzverweildauer eine Rolle. Für Patienten, deren Verweildauer innerhalb dieser beiden Grenzen liegt (= sog. Inlier), wird eine Vergütung fällig, deren konkrete Höhe sich aus dem Relativgewicht der DRG und dem Zahlbasisfallwert ergibt. Die Verweildauer innerhalb dieser Grenzen spielt damit keine Rolle für die Höhe der Vergütung.

Von Kostenträgerseite wird im Rahmen von Budgetverhandlungen die Auffassung vertreten, dass die Kosten proportional im Verhältnis zur Verweildauer stehen. Eine Verkürzung der Verweildauer würde somit in gleicher Relation zu einer Kostensenkung der Krankenhäuser führen. Dies wird als Argument herangezogen, um die Budgets bei einer Verweildauerkürzung entsprechend zu senken. Das führt letztlich dazu, dass auch im Rahmen eines fallbezogenen Vergütungssystems die Verweildauer wiederum eine erhebliche Rolle spielt.

Ziele

Im Rahmen der Fragestellung soll geklärt werden, inwieweit die Kosten mit einer Verweildauerkürzung variieren.

Methodik

Die Analyse basiert auf einem modelltheoretischen und einem empirischen Modul. Im Zuge einer modelltheoretischen Analyse wird das Kalkulationsschema des Kalkulationshandbuches zur Fallkostenkalkulation überprüft. Durch die dort vorgegebene Methodik erfolgt eine fallbezogene Kostenzuordnung auf den einzelnen Behandlungsfall. Es wird analysiert, inwieweit die einbezogenen Kosten (fall)variable oder (fall)fixe Kosten darstellen.

Durch die empirische Analyse werden anhand von ausgewählten DRGs die tagesbezogenen Kosten ermittelt. Die fallbezogene und die tagesbezogene Variation werden analysiert. Dazu werden die Kalkulationsdaten von Krankenhäusern, die an der Fallkostenkalkulation teilnehmen, betrachtet.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind einstweilen dem Auftraggeber zur internen Verwendung vorbehalten.