NapiK - Nachhaltig pflegen im Krankenhaus

NapiK verbindet berufliche Pflege mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung.

 

Im Krankenhaus kann die Pflege als größte Berufsgruppe durch die generalistische Ausbildung und ihre akademische Qualifizierung Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung des Gesundheitswesens sein.

Im Pflegeberufegesetz (§ 5), dem Pflege- und Berufsverständnis (Fachkommission 2020) und den Rahmenplänen der Ausbildung sind drei Handlungsebenen zur Unterstützung dieser Nachhaltigkeitsstrategie angelegt, die bisher noch nicht systematisch in Krankenhäusern realisiert sind:

Förderung der …

  1. sozialen Nachhaltigkeit in der Gesundheitsversorgung durch die Advocacy-Funktion der beruflichen Pflege gegenüber zu pflegenden Menschen und ihren Bezugspersonen, indem sie die alltagsbezogene Bewältigung gesundheitlicher Einschränkungen und Erkrankungen unterstützen und damit die Fähigkeiten von zu pflegenden Menschen erhalten, wiederherstellen, fördern, aktivieren und stabilisieren.
  2. ökonomischen Nachhaltigkeit durch Beratung und Anleitung von zu pflegenden Menschen und ihren Bezugspersonen bei Prävention und Gesundheitskompetenz, um krankheitsbedingte Folgekosten zu vermeiden.
  3. ökologischen Nachhaltigkeit durch Beratung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihren Bezugspersonen bei der Bewältigung der Klimaveränderungen (z. B. Hitze, wahrscheinlicher werdende Pandemien) sowie der Ressourcenschonung in den Arbeitsprozessen von Krankenhäusern.

Diese Handlungsebenen müssen in den pflegerischen Arbeitsalltag übersetzt werden. Pflegefachkräfte sollen befähigt werden, diese in ihren Vorbehaltsaufgaben nach § 4 Pflegeberufegesetz umzusetzen. Nachhaltigkeit in der Pflege im Krankenhaus hat eine doppelte Zielsetzung: sie ist in Verbindung mit der geplanten Übertragung von mehr Kompetenzen in Diagnostik und Therapie (heilkundliche Aufgaben) an die Pflege ein Innovationstreiber für die Versorgungsqualität und ein Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Hierfür sind Lern- und Experimentierräume notwendig, um Prozesse und Strukturen der Krankenhausversorgung nachhaltig gestalten zu können. Das Klinikum Karlsruhe bietet mit seinem Ansatz, mit akademischen Pflegefachkräften Versorgungskonzepte weiterzuentwickeln, einen Rahmen zur innovativen Modellentwicklung für eine nachhaltige Pflege im Krankenhaus.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg, das Städtische Klinikum Karlsruhe und das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) entwickeln verschiedene Tools und Best-Practice-Beispiele, wie nachhaltige Entwicklung in Krankenhäusern gestaltet werden kann. Daraus werden Transferkonzepte generiert, welche regional und überregional von Krankenhäusern genutzt werden können.

Das Projekt „NapiK – Nachhaltig pflegen im Krankenhaus“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

  • Pädagogische Hochschule Freiburg
  • Städtisches Klinikum Karlsruhe
  • Deutsches Krankenhausinstitut (DKI)

Wie können Lernen, Kompetenzentwicklung und Nachhaltigkeit im Krankenhaus wirksam zusammen gedacht werden?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Tagung „Nachhaltige Transformation und innovative Lernarchitekturen im Krankenhaus“. Ausgangspunkt sind zwei Projekte zur Personalentwicklung und Nachhaltigkeit, die das Team von Prof. Stefanie Hiestand gemeinsam mit dem Ortenau Klinikum und dem Städtischen Klinikum Karlsruhe durchführt. Die kostenfreie Tagung verbindet wissenschaftliche Beiträge mit interaktiven Einblicken in Methoden und Ergebnisse der Projekte. 

Für das Programm klicken Sie bitte hier

Tagung

Nachhaltige Transformation und innovative Lernarchitekturen im Krankenhaus

30.09./ 01.10.2026 IN FREIBURG


Ihre Ansprechpartnerin:

 Sigrun Lauermann
Sigrun Lauermann

Leiterin Geschäftsbereich Qualifikation
Geschäftsführerin, Deutsches Krankenhausinstitut GmbH


 Natascha Morsbach
Natascha Morsbach

Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltungskonzeption und Inhouse-Seminare


 Tanja Wilden
Tanja Wilden

Bildungsreferentin